20 Jahre Initiative Rodachtal: Best-of-Projekte

20 Jahre IR - Best of Projekte - Zweiländermuseum

Wir feiern 20 Jahre erfolgreiche Kooperation in der Initiative Rodachtal! Aus diesem Anlass haben wir bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern unserer Mitgliedsgemeinden nachgefragt, welches Projekt, welche positive Entwicklung in ihrer Kommune durch die Kooperation in der Initiative Rodachtal ermöglicht wurde.
Für den Bürgermeister der Gemeinde Straufhain, Tino Kempf, ist es das Zweiländermuseum:

Das Zweiländermuseum Rodachtal – aus der Region für die Region

Ein für die Gemeinde Straufhain wichtiges Projekt in Zusammenarbeit mit der Initiative Rodachtal war und ist das Zweiländermuseum Rodachtal in Streufdorf. Die historischen Kemenaten auf dem Pfarrberg in Streufdorf waren 2007 äußerlich bereits saniert, nun fehlte ein geeignetes Innenleben, das mit diesem Museum geschaffen werden konnte. Mit Unterstützung der Initiative Rodachtal wurden über 231.000 Euro Fördermittel aus verschiedenen Quellen erschlossen und das Konzept in Anlehnung an den Geschichtsband „Ein kurzes Jahrhundert“ von Daniel Zuber umgesetzt. Seit 2009 zeigt das Haus nun mit Hilfe von Bildern, Erläuterungen, Filmen und Exponaten die spannende Geschichte des 20. Jahrhunderts in unserer Region. Beginnend mit der Monarchie unter Kaiser Wilhelm II führt die Zeitreise über den ersten und zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Besonderes Augenmerk gilt der schicksalhaften Teilung Deutschlands und dem darauffolgenden Leben auf beiden Seiten des unüberwindbaren Grenzzaunes bis hin zur glücklichen Wiedervereinigung 1989. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Geschichte der Menschen in den Dörfern und kleinen Städten des Rodachtals.

Jedes Jahr ziehen wechselnde Sonderausstellungen Besucher aus Nah und Fern an. Die Themen reichen von Kunst und Tradition über Geschichte und Natur bis hin zu Politik und Demokratie. Veranstaltungen, wie die regionale Museumsnacht oder die Erlebnisnächte für Kinder, Filmabende und Vortragsangebote bieten kulturelle Abwechslung für die Region. 12 Außenstationen leiten Besucher zu bedeutsamen Orten der Geschichte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, so zum Beispiel zu geschliffenen Dörfern, Grenztürmen oder Erinnerungsorten.

Mit dem Museum wird die Geschichte der Region bewahrt, denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.