WachküsserInnen mit dem Baukulturpreis 2018 ausgezeichnet!

Baukulturpreis Hauptgewinner_Familie_Hartwig Zum Abschluss der zweiten Auflage des Baukulturpreises der Initiative Rodachtal e.V. fand am Mittwoch, den 10.04.2019 eine Bereisung und Auszeichnung der vier GewinnerInnen statt. Besonders die Kreativität und Einzigartigkeit der verschiedenen Bauobjekte sorgte für spannende Impressionen.
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Aktuell!!!!
Auch der BR Franken war am Mittwoch auf unserer Tour dabei, als wir die schönen Objekte und ihre Eigentümer für ihre tolle Leistung auszeichneten. Der Beitrag über unsere kleine Reise ist aktuell noch zu sehen auf Franken kompakt vom 11.4. ab Minute 1:35. Hier geht's zur BRMediathek.
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Zunächst wurde Matthias Hartwig aus Bad Rodach beglückwünscht und von Martin Finzel, dem ersten Vorsitzenden der Initiative Rodachtal, zum Hauptgewinner gekürt. Die umfassenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am 1684 erbauten Fachwerkhaus am Markt in Bad Rodach, das früher das Gasthaus „Zum Goldenen Löwen“ beheimatete, hatten es der Fachjury besonders angetan. Neben der ansprechenden regionaltypischen Gestaltung wurde auch die Tatsache, dass fünf Ferienwohnungen geschaffen wurden, von denen eine komplett rollstuhlgerecht ist, positiv bewertet. Über den Erhalt dieses wichtigen Objekts am Markt und die städtebauliche Aufwertung freute sich insbesondere auch Bad Rodachs Bürgermeister Tobias Ehrlicher. Er dankte den Hartwigs persönlich für ihr großes Engagement. Von Hans-Joachim Autsch, dem Direktor der VR-Bank Lichtenfels-Ebern eG, die den Baukulturpreis großzügig sponsert, erhielt die Familie Hartwig schließlich einen Scheck über 2500 Euro.

Von Bad Rodach ging es anschließend in das kleine thüringische Dorf Massenhausen (Gemeinde Straufhain). Hier befindet sich die Schmuckwerkstatt und Verkaufsstelle von Anja Schöpke in einer umgebauten alten Scheune. Die überaus kreative Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Gebäudes wurde auf eine beeindruckende Art und Weise umgesetzt. Straufhains Bürgermeister Johann Kaiser zeigte sich erfreut in Anbetracht der belebenden Wirkung des Objekts auf Massenhausen und sprach Anja Schöpke und Michael Jendis seine Anerkennung aus. Als Würdigung der baukulturellen Leistungen erhielt sie 500 Euro.

Auch in Dietersdorf (Stadt Seßlach) erfuhr ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen eine zukunftsweisende Nutzungsänderung. Der mutige Schritt der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH ihr wirtschaftliches Konzept in einem bestehenden Gebäude unterzubringen, wurde mit Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung Oberfranken realisiert. Christine Bardin, stellvertretende Vorsitzende der Initiative Rodachtal und Leiterin des Arbeitskreises Historische Bausubstanz, würdigte die gestalterische Umsetzung. Christiane Schilling vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken machte deutlich wie wichtig solche Revitalisierungen für die dörflichen Siedlungsstrukturen und die Baukultur in der Region sind.

Letztes Ziel der Bereisung war die Stadt Seßlach. Im historischen Kern der Stadt wurde ein seit 1998 ungenutztes Getreidelager umfassend saniert und umgebaut. Das Bauprojekt steht für eine außergewöhnlich gute Lösung zur Schaffung von zeitgemäßem Wohnraum. Seßlachs Bürgermeister Maximilian Neeb dankte der Familie Sebald für ihren Einsatz und ihr Durchhaltevermögen bei der nicht immer einfachen Umsetzung. Wie schon zuvor schon die Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach konnten auch die Sebalds einen Scheck in Höhe von 500 Euro entgegennehmen.

Zum Baukulturpreis:
Ende 2018 hatte die Initiative Rodachtal e.V. Objekteigentümer der Mitgliedsgemeinden und -städte dazu aufgerufen, sich mit ihren abgeschlossenen Bauprojekten für den Baukulturpreis zu bewerben. Sowohl Umbau- bzw. Sanierungsmaßnahmen als auch Neubauvorhaben wurden berücksichtigt. Bei der Auswahl der Gewinner wurden die folgenden fünf Bewertungskriterien herangezogen: Siedlungsstruktur, regionales Bauen, regionaltypische Gestaltung, energetisch Bauen, barrierearmes Bauen.