
Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, das war das Ziel für die Klausur des Vorstandes der Initiative vom 12.-14. Februar 2010 nach Bautzen in der Oberlausitz. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement informierten sich 6 Bürgermeister des Rodachtals, wie die Zusammenarbeit in der deutsch-polnisch-tschechischen Grenzregion organisiert wird. Dr. Holm Große von der Marketinggesellschaft Oberlausitz machte deutlich, dass bei den Akteuren vor Ort manchmal die Bereitschaft zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ausgeprägter ist als bei den zuständigen Politikern in Dresden, Berlin oder Brüssel. Eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die Entwicklung und Vermarktung einer länderübergreifenden kulturhistorischen touristischen Route, der „Via sacra“. Ein über Jahrhunderte gewachsener gemeinsamer Kulturraum bietet hierfür beste Voraussetzungen. Trennende Grenzen wurden erst am Ende der langen gemeinsamen Geschichte willkürlich im 20 Jahrhundert gezogen. Die Parallelen zum Rodachtal waren für alle offensichtlich.
Die Informationen und Anregungen aus der Arbeit einer dynamischen grenzüberschreitenden Kooperation waren das Eine, die Diskussion über die Prioritätensetzung in der eigenen Arbeit, die zukünftigen Arbeitsweisen der Initiative Rodachtal oder der Umgang mit verschiedenen Anfragen auf Zusammenarbeit von Nachbargemeinden das Andere. Eine Klausurberatung am Samstag Nachmittag gab Raum, neue Impulse für die Initiative Rodachtal zu entwickeln.
Weil auch Zeit blieb, um die Oberlausitzer Gastlichkeit kennenzulernen, der Austausch in persönlicher Atmosphäre möglich war, blieb unter dem Strich ein durchweg gelungenes Wochenende. Mit neuen Ideen und Elan traten alle am Sonntagmorgen die Heimreise ins Rodachtal an.