Aktionstag 20 Jahre Grenzöffnung und Eröffnung Zweiländermuseum Rodachtal

08.11.2009

Mit rund 750 Kilometern hat Thüringen den mit Abstand größten Abschnitt der früheren deutsch-deutschen Grenze. An vielen Orten entlang dieses ehemaligen Todesstreifens wurde jetzt der 20. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert. Ministerpräsidentin Lieberknecht hatte bereits am Freitagabend in einer Rede an das Ereignis vor 20 Jahren erinnert.

Die Geschichte und das Selbstverständnis der Initiative Rodachtal ist eng verbunden mit der Teilung Deutschlands, dem Fall der innerdeutschen Grenze und der Wiedervereinigung. Aus diesem Grund wurde der 20. Jahrestag der Grenzöffnung am 08. November 2009 in der Region mit einem Aktionstag begangen und die wiedergewonnene Freiheit und Zusammengehörigkeit entsprechend gefeiert.

Eine Vorbereitungsgruppe aus Vertretern der Initiative Rodachtal, der Kirchen und der Gemeinde Straufhain hatte ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

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Die Eröffnung des Zweiländermuseums Rodachtal in Streufdorf war in diesem Rahmen ein besonderer Höhepunkt. In dreijähriger Arbeit wurde es in den Streufdorfer Kemenaten eingerichtet. Die Organisatoren haben eine höchst interessante Ausstellung über die deutsche Teilung – mit Erinnerungsstücken, Filmbeiträgen und Zeitzeugenberichten gestaltet.

Am Mittag wurden in Adelhausen, Holzhausen und am Ummerstädter Kreuz Gottesdienste gefeiert und Bänder geknüpft.

In Streufdorf wurden die Bänder zu einem großen Band zusammengefügt, welches am Abend auf dem Sportplatz um alle Gemeinden der Initiative Rodachtal (symbolische Darstellung der Region mit Grenze und Ortsschildern) symbolisch geschlungen wurde und so darstellt, dass die Region nach jahrelanger Trennung nun durch ein neues Band zusammengehalten wird. An dieser neuen Verbindung konnten sich alle Menschen der Region beteiligen. Insbesondere die Kinder, aber auch Vereine oder Kirchgemeinden sollten ein Stück Geschichte, nämlich Teilung und Wiedervereinigung, symbolisch erleben können.

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