Preisträger des Baukulturpreises 2016

Im vergangenen Jahr hat die Initiative Rodachtal erstmals einen Baukulturpreis in den Kategorien "bestehende Bausubstanz" und "Neubau" ausgelobt. Mit dem Preis soll das Engagement privater Hauseigentümer gewürdigt werden. Es geht darum, Leerstände im Ort zu vermeiden und die Ortskerne mit Leben zu erfüllen. 
Aus den eingereichten Bewerbungen kamen schließlich neun interessante Objekte in die engere Wahl. Der Fachjury aus dem Bereich der Architektur, der Städtebauförderung und Baukultur lagen letztendlich sechs Objekte aus dem Bereich der "bestehenden Bausubstanz" und drei Neubauten zur Begutachtung vor. 

Nacheingehender Prüfung entschied sich die Jury drei Preise für sanierte Objekte zu vergeben: 

In Heldburg steht im denkgeschützten Altbaugebiet in der Unteren Vorstadt 111 eines unserer  preisgekrönten Objekte. Anke und Michael Höllein haben den ehemaligen Leerstand drei Jahre lang aufwendig saniert, renoviert und 370 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Entstanden ist ein Mehrgenerationenhaus unter Einhaltung energetischer und denkmalpflegerischer Anforderungen, zwei Wohnungen sind zudem barrierefrei, lokale Handwerkbetriebe wurden in die Arbeiten eingebunden.

Ein Schmuckstück besitzen Manuela und Peter Hofmann in der Pfarrgasse 111 in Seßlach. Das ehemalige Ackerbürgerhaus, das die Jahreszahl 1688 trägt, wurde vier Jahre lang renoviert, energetisch saniert unter Einbehaltung der historischen Strukturen. Der ehemaliger Leerstand wurde unter Einbeziehung lokaler Handwerksbetriebe, Unterstützung durch Architekten und der unteren Denkmalschutzbehörde saniert.

Der Sonderpreis geht nach Ummerstadt, wo Guido Kalb die Fachwerkfassade eines Einzeldenkmals saniert hat. Der Bauherr hat die alten Baumaterialen erhalten, sich mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt, Ziernägel in Handarbeit drechseln lassen und den Sandsteinsockel bearbeitet.
 
Künftig soll der Baukulturpreis der Initiative Rodachtal alle zwei Jahre ausgelobt werden.