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Lutherweg

Der Lutherweg läuft im Gebiet in einer Schleife von Coburg nach Heldburg und über Bad Rodach weiter in Richtung Eisfeld. Auf seinem gesamten Verlauf verbindet der Lutherweg Orte, wo Luther selbst war sowie auch Orte, an denen Mitstreiter Luthers wirkten bzw. die Reformation bereits in den 1520er Jahren Fuß fasste.

Der Wegeverlauf ist hier zu finden: www.lutherweg.de

Einige Informationen zu den Stationen am Weg im Bereich des Rodachtals:

o In der Kirche „Zu unserer lieben Frau“ in Heldburg ist auf der ursprünglichen Kanzel Luthers theologisches Programm „Gesetz und Evangelium“ dargestellt. Es korrespondiert damit mit der später entstandenen thematischen Darstellung der Zwei-Reiche-Lehre Luthers (Unterscheidung zwischen geistlicher und weltlicher Macht) auf der Veste Heldburg am Frauen- und Herrenerker des Französischen Baus. Einer der ersten evangelischen Pfarrer in der Region war 1521 Jodocus Mörlin in Westhausen, der vorher als Professor in Wittenberg tätig war. Der erste evangelische Pfarrer in Heldburg war ab 1528 Pfarrer Schwalbe. Zusammen mit dem Schulmeister Johannes Schrimpf, ebenfalls Wittenberger Student, brachte er die reformatorischen Ideale von Predigt und Bildung in Heldburg voran. Bereits 1554 erfolgte daher die Errichtung einer Mädchenschule. Heldburg kann also als typisches Beispiel für ein Ackerbürgerstädtchen während der Reformationszeit gelten.

o In Johanniskirche in Bad Rodach tagten am 7. und 8. Juni 1529 die protestan-tischen Reichsstände (Nürnberg, Ulm, Markgrafschaft Ansbach-Brandenburg, Hessen und Kursachen), um sich nach dem Reichstag in Speyer gegenseitige Unterstützung zuzusichern. Der sogenannte „Rodacher Abschied“ gilt als be-deutende Grundlage für den Schmalkaldischen Bund von 1531.

o In Eisfeld wirkte Justus Jonas von 1553 bis 1555 als Geistlicher, ein enger Vertrauter und Freund Martin Luthers. Er hat unter anderem viele lateinische Schriften Luthers und Melanchthons ins Deutsche übersetzt. Bereits von 1528 bis 1532 war Arsacius Seehofer in Eisfeld als evangelischer Schulrektor tätig, für den sich einst Argula von Grumbach eingesetzt hatte, die erste bekannte Adlige, die sich durch Schriften für Luthers Lehre engagierte.