Transformationskonzept Nicht-Wohngebäude in Wohngebäude

Ziel des Bausteins ist die Erarbeitung eines übertragbaren Transformationskonzepts
zur Umnutzung von Nichtwohngebäude in Wohngebäude. Der Wohnungsmarkt
in der Region ist von einem Überangebot geprägt. Zahlreiche Leerstände
und Baulücken prägen die Region. Gleichzeitig steht diesem vermeintlichen
Überangebot ein Mangel an qualifiziertem Wohnraum für die verbleibenden
Bewohner gegenüber. Altersgerechter Wohnraum und Mietwohnraum für junge
Familien sind quasi kaum vorhanden. Viele der älteren Menschen bleiben so in
überdimensionierten Häusern und ehemaligen Hofstellen wohnen.
Ziel ist es für typische (oftmals leer stehende Nichtwohngebäude – z.B.
Wirtschaftsgebäude bei Dreiseithöfen oder ehemalige Gasthöfe) eine marktgerechte,
flexible Nutzung zu entwickeln und so Wirtschaftlichkeit zu sichern und das Risiko für
Investoren/Bauherren zu mindern. Die exemplarische Umwandlung von
Nichtwohnraum verfolgt dabei die Deckung von drei unterschiedlichen „Wohnraum
– Bedarfen“. Zunächst die Schaffung von geeignetem Wohnraum für die älter
werdende Bevölkerung, weiterhin die Schaffung von kleinen Wohneinheiten
(Mietwohnraum) für junge Menschen und Familien und schließlich die Deckung
des Bedarfs an touristischen Beherbergungsmöglichkeiten in der Region. Das
Umnutzungskonzept sollte diese drei unterschiedlichen Bedarfe auch in drei
Modellen aufarbeiten, dennoch sollte der Ansatz integriert und kombinierbar
verstanden werden.
Beitrag zu Zielen:
• Vermeidung beziehungsweise die Reduzierung von Flächeninanspruchnahme
für Siedlungserweiterungen
• Verringerung beziehungsweise Vermeidung von Leerständen
• Erhalt und qualitative Entwicklung der baulichen Struktur und Nutzungsvielfalt
in den Ortskernen
• Entwicklung von Objekten und Nutzungskonzepten, die auf regionaler
Ebene ein Beitrag zur Daseinsvorsorge leisten können
• Entwicklung altersgerechter Wohnangebote für Jung und Alt
• Alten und hilfsbedürftigen Menschen das Leben in vertrautem Umfeld
ermöglichen