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Synagoge Memmelsdorf

Die Synagoge wurde samt Lehrerwohnung 1729 erbaut. Während des Pogroms 1938 wurden die in ihr enthaltenen Ritualien vernichtet. Allerdings blieb das Gebäude insgesamt erhalten, so dass auch heute noch der konservierte Synagogenhauptraum mit dem noch gut erhaltenen Aron Hakodesch (Toraschrein) und der Chuppastein (Hochzeitsstein) sowie verschiedene andere Spuren einen Eindruck vom religiösen Leben der jüdischen Landbevölkerung vermitteln. Nach dem Krieg diente die Frauenempore einer Familie einige Jahre als Unterkunft, der Synagogenhauptraum war Werk- und Lagerraum. 1998 schließlich begann die Sanierung des Gebäudes.

Die ehemalige Synagoge wird zum einen für verschiedene Veranstaltungen, Ausstellungen, Begegnungen genutzt. Zum anderen bietet das besondere denkmalpflegerische Konzept – Konservierung statt Restaurierung – die Grundlage für einen Lernort mit interaktivem pädagogischen Programm.

Interessierte Einzelbesucher können die Synagoge mit Hilfe der Besuchermappen auch selbständig erkunden. Die Exponate im Informationsraum – ehemalige Lehrerwohnung - geben Auskunft auf die im Hauptraum entstandenen Fragen. Sie bestehen zum Teil aus Einzelstücken der Memmelsdorfer Genisa. Die Texte in den Schubladen informieren zu den Besonderheiten eines Synagogenbaus und zu jüdischen Festen und Feiertagen.

Synagoge Memmelsdorf (Ufr.)
Judengasse 6
96190 Untermerzbach-Memmelsdorf
www.synagoge-memmelsdorf.de

Öffnungszeiten:
Mai-Oktober an jedem ersten Sonntag, 13-17 Uhr mit einer Führung um 14 Uhr

Führungsbuchung:
Ute Schulze
Tel. 09533-8167
ute.schulze@synagoge-memmelsdorf.de
und
Iris Wild
Tel. 09544-985044
iris.wild@synagoge-memmelsdorf.de