Zweiländermuseum Streufdorf

In den Kemenaten in Streufdorf ist die Einrichtung eines Zweiländermuseums geplant. Die Idee dazu besteht seit langem in der Gemeinde – nun nimmt sie Konturen an. Es soll ein Regionalmuseum mit erlebbarer Geschichte der thüringisch-fränkischen Grenzregion im 20. Jahrhundert entstehen. Ziel des Museums ist die Darstellung der regionalen Geschichte eingeordnet in die weltpolitischen Zäsuren der letzten 100 Jahre. Von den Anfängen der Industrialisierung um 1900, über unterschiedlichen Entwicklungen zwischen Stadt und Dorf bis hin zur deutschen Wiedervereinigung wird das Leben in einer Grenzregion wie dem Rodachtal beleuchtet.

Als werbewirksamer „Leuchtturm“ soll es die touristische Attraktivität der Region erhöhen. Aus den Händen von Minister Volker Sklenar erhielt der Bürgermeister unserer Gemeinde, Horst Gärtner, am 25. Juni den Fördermittelbescheid für das geplante Zweiländermuseum. Stolze 177.000 Euro ist dem Freistaat das Projekt wert.

Die Gemeinde Straufhain ist Bauträger und verantwortlich für die Konzeption des Museums. Die Errichtung und die Ausstattung ist die eine Seite, jedoch muss das Haus auch mit Leben erfüllt werden. Deshalb gründete sich am 17. Juli im Streufdorfer Rathaus der „Förderverein Zweiländermuseum Rodachtal.“ Als Vorsitzende wurde die Streufdorferin Christine Münch gewählt. Im Vorstand sind Persönlichkeiten von bayerischer und thüringischer Seite vertreten. Der Bürgermeister und die Vereinsvorsitzende freuen sich über weitere Interessenten, die aktiv an der Gestaltung und dem späteren Betrieb des Museums mitwirken möchten.

Ausgangspunkt für das Projekt Zweiländermuseum Rodachtal war eine umfangreiche Zeitzeugenbefragung zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen sowie zum Alltag der Menschen im Rodachtal im vorigen Jahrhundert. Diese Ergebnisse sollen nun im Rahmen des Zweiländermuseums Rodachtal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Zweiländermuseum Rodachtal öffnete im November 2009 – zum 20. Jahrestag der friedlichen Grenzöffnung – erstmals seine Pforten.