Lehmbauseminar

Der Arbeitskreis “Historische Bausubstanz” engagiert sich sehr für die Erhaltung historischer Gebäude. Dazu gehört auch, den Eigentümern bei der Unterhaltung und Reparatur ihrer Häuser mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Deshalb entstand die Idee zum Lehmbauseminar. An diesem Seminar können alle Interessierten mitmachen.

Die Teilnehmer der Lehmbauseminare können unter der Leitung von Architektin Marianne Schreiner und mit Unterstützung der Arbeitskreismitglieder theoretische und praktische Kenntnisse zum Lehmbau gewinnen. Der Schwerpunkt liegt vorwiegend auf der Sanierung marode gewordener Lehmfelder in Fachwerkgebäuden. Gezeigt werden einfache, fachgerechte Möglichkeiten zur Sanierung solcher Fachwerkfelder, die jederzeit in Eigenleistung durchführbar sind.
Die Teilnehmer können in den Seminaren den Erdstoff Lehm als Baustoff mit allen Sinnen erfassen und viel Wissenswertes und Interessantes über den Lehmbau erfahren.

Nach theoretischer Einführung am Vormittag und einer Brotzeit geht´s “ran an den Matsch”.
So wurden in den letzten Seminaren an einer Scheune auf dem Museumsgelände einige Fachwerkfelder gefüllt. Neben der traditionellen Bauweise, bei der auf Stakenhölzern mit Weidengeflecht Strohlehm eingebracht wurde, wurden auch “moderne” Leicht-Lehmsteine vermauert und mit Hilfe einer einfachen Holzform Lehmsteine selbst hergestellt.

Auch wurde ein “Etterzaun” instand gesetzt. Das ist ein Weidenflechtzaun, mit Strohlehm verstrichen, der in früheren Zeiten zum Schutz um Haus und Hof oder auch ums Dorf errichtet wurde. Auch in den kommenden Jahren soll es jährlich ein Lehmbauseminar als Angebot der Initiative Rodachtal – AK “Historische Bausubstanz” geben.

Das alles ist nur möglich durch die professionelle und tatkräftige Unterstützung der Gemeinde Ahorn und des Gerätemuseums des Coburger Landes. Dafür an dieser Stelle vielen Dank!
Arbeitskreis Historische Bausubstanz